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 Juli


Dienstag, 17.07.2018 / 09.00 Uhr / freier Eintritt / Ballsaal der Buchhandlung
Jackenfutter
Freie Arbeit mit dem Heft



Ab dem 17.7 stellen die SchülerInnen der 10 Klasse des Welfen-Gymnasiums ihre Abschlussarbeiten aus. Für das Buchprojekt "Jackenfutter" gab es natürlich keinen besseren Ausstellungsort als den Ballsaal der Buchhandlung.

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Mittwoch, 25.07.2018
Hotlist 2018
Die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen

Wie in jedem so auch in diesem Jahr gibt es passend zur heißen Jahreszeit die Hotlist. Auf ihr enthalten: Die besten zehn deutschsprachigen Titel aus unabhängigen Verlagen. Bis diese zehn gefunden sind, musste zunächst das Kuratorium aus 161 eingereichten Beiträgen eine Vorauswahl treffen. Nun hat die fünfköpfige Jury das Vergnügen sich durch die dreißig auserkorenen Bücher zu schmökern. In diesem Jahr mit von der Partie ist die Buchhändlerin ihres Vertrauens: Anna Rahm. Wenn sie auch mitmischen möchten - kein Problem. Auf Hotlist 2018 findet der geneigte Leser eine Vorstellung der Titel samt Textausschnitten. Drei Listenplätze werden durch ein Online-Voting bestimmt, der Rest durch die Jury.

Wenn die Sonne also unerträglich wird: Jalousien runter und rein in den Wörtersee.



September

Dienstag, 04.09.2018 / 19.30 Uhr / 5 € / Ballsaal der Buchhandlung
Vorstellung:Mauerläufer Nr.5
WortMachtWort

Wortmacht und Machtworte: Im 5.Literarischen Jahresheft geht es um das Verhältnis von Wort und Macht-und Bild. Die Schriftstellerin Katrin Seglitz und die Grafikerin Eva Hocke stellen das neue Heft vor.
Hat in der Literatur das Wort die Macht? Und in der Realität die Macht das Wort? Was ist aber das Wort - `sozusagen eine Geste im Mund´?(Zsuzsanna Gahse) Wie die Hand streicheln kann, so kann das Wort schmeicheln. Und wie die Geste bannen kann, so kann das Wort verdammen. Und wie der Arm schlagen kann, so kann das Wort zum Schlagwort werden. Das ist der Raum, den der Mauerläufer in seiner aktuellen Ausgabe ausleuchtet.
Was geschieht, wenn das mächtige Wort mit den Mächtigen kollidiert? Ein Beispiel haben wir vor der Haustür. Jan Hus hat die Worte geschrieben, die den Mächtigen nicht passten. 1415 wurde er in Konstanz zum Feuertod verurteilt. So ergreift die Macht das Wort.

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Dienstag, 25.09.2018 / 19.30 Uhr / 7 € / Kornhaus Ravensburg
"Man müsste das Leben so einrichten..."
Gana-M. Braungardt über "Väter und Söhne"

Iwan Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Russischen Realismus. Geboren 1818 als Sohn einer Adelsfamilie,wurde er von Privatlehrern erzogen; reiste viel, studierte kurz, ehe er das väterliche Gut übernahm und - die Leibeigenen freigab. Mit den Erzählungen "Aufzeichnungen eines Jägers" wurde er 1852 bekannt.1861 erschien sein Roman "Väter und Söhne", der die gewaltigen Umbrüche (zar Alexander II hatte die Leibeigenschaft abgeschafft) beschreibt und, parallel, die desillusionierten Anschauungen der jungen Generation, der `Söhne´,ihren Nihilismus und ihre Sehnsüchte."Man müsste das Leben so einrichten, dass jeder Augenblick bedeutungsvoll ist."
 

Oktober

 
Dienstag, 23.10.2018 / 19.30 Uhr / 7€/5€ ermäßigt (Abendkasse) / Kornhaus Ravensburg
"Dass Russland meine Heimat ist..."
Thomas Schmidt über "Rilke in Russland"

"...gehört zu jenen großen und geheimnisvollen Sicherheiten, aus denen ich lebe."Das hat Rainer Maria Rilke noch Jahre später bekannt.Zweimal war er nach Russland gereist,zuerst 1899 gemeinsam mit Lou Andreas-Salomé und deren Mann,dann 1900 mit ihr allein.Russland wurde Rilke "ein Sehnsuchts-und Hoffnungsraum",so wie Griechenland es in der Goethezeit gewesen war.Die Wahlverwandschaft,die ihn mit Russland verband,wirkte vielfach nach;und sie hat 1926,in seinem Todesjahr,noch eine späte Steigerung erfahren:in dem intensiven und intimen briefwechsel,den er mit Marina Zwetajewa führte.

Thomas Schmidt,geb.1963,hat 2017 vom Literaturarchiv Marbach aus die große internationale Ausstellung "Rilke und Russland"kuratiert und gerade im Insel Verlag eine Anthologie zum gleichen Thema herausgegeben.


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Donnerstag, 25.10.2018 / Uhrzeit: 19.30 / Eintritt: 9 € / Stadtbücherei Ravensburg
Esther Kinsky
Lesung und Gespräch

Ganz besonders freuen wir uns Ende Oktober auf die in Engelsberg geborene und heute in Berlin lebende Esther Kinsky. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa wurde sie vielfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Preis der Leipziger Buchmesse für ihren jüngst erschienen Geländeroman "Hain". In ihm nimmt Kinsky den Leser mit auf drei Reisen. Eine führt in das italienische Gebirge, eine in die italienische Ebene, die dritte schließlich in die Kindheit der Autorin.
 

 November

 
Dienstag, 20.11.2018 / 19.30 Uhr / 7€/5€ (Abendkasse) / Kornhaus Ravensburg
"...unbedingt muss Liebe vorkommen"
Ein Abend über Anton Cechov in Text und Lied

"...aber mich wieder einmal zu verlieben,würde nichts schaden.Es ist langweilig,ohne eine starke Liebe",schrieb Anton Cechov 1892 in einem Brief.In seinem literarischen Werk behandelte Cechov (1860-1904)das Aufwallen der Gefühle stets mit großer Diskretion;Lüge und Kitsch waren ihm verhasst.So sind auch die Erzählungen Cechovs,die explizit von der Liebe handeln,nie Liebesgeschichten im sentimentalen Sinn.Selbst in seiner wohl berühmtesten Liebeserzählung,`Die Dame mit dem Hündchen´,bleibt Cechov den gefühlen gegenüber skeptisch,das Schwierige ist auch im Moment der stärksten Euphorie nicht vergessen.

Friederike Jacob,Slawistin und Verlegerin,spricht über die Geschichten Anton Cechovs,die der Übersetzer Peter Urban(1941-2013)in dem Band "Angst.Sieben Geschichten von der Liebe"versammelt hat.Pauline Jacob,Sängerin und Schauspielerin,begleitet mit dem Akkordeon.

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Dienstag, 9.11.2018 / 19.30 / 7€ / Ballsaal der Buchhandlung
Peter Kurzeck
Autor und Werk

An diesem Abend Zu Gast sein wird Rudi Deuble vom Stroemfeld-Verlag, der den Abend Peter Kurzeck widmen wird. Der 1943 im böhmischen Tachau geborene und 2013 verstorbene Schriftsteller wurde für sein literarisches Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis. Außerdem wird Rudi Deuble einen Einblick in seine Arbeit mit vielen kleinen, wunderbaren Verlagen geben.


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Mittwoch, 14.11.2018 / 19.30 Uhr / 7€ / Ballsaal der Buchhandlung
Babel
Ein Verlag stellt sich vor

Der in Oberbayern ansässige Babel-Verlag veröffentlicht seit nun 30 Jahren Lyrik, ob von noch unbekannten Namen oder Nobelpreisträgern wie Heinrich Böll oder Samuel Beckett. Dabei legt der Verlag sowohl Wert auf die Qualität der Texte als auch der Buch-Verarbeitung. So tragen Bleisatz und Buchdruck, holzfreies Papier und Fadenheftung dazu bei, dass nicht nur die Gedichte sondern auch die Bücher von Dauer sein werden. Zu Gast sein wird Kevin Perryman, der uns seinen Verlag genauer vorstellen wird.





Bereits stattgefunden
 


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Donnerstag 3.5.2018 / 19.30 Uhr/ Veranstaltung beendet
Ausstellungseröffnung
„Tuchfühlung“
mit Silvia Trummer und Christel Müller


mit Begeisterung habe ich diese beiden Frauen in meiner Buchhandlung erlebt und wir sind auf „Tuchfühlung“ gegangen. Ich freue mich sehr, sie als Gäste begrüßen zu können und ihre Arbeiten vorzustellen:

Christel Müller, wohnhaft in Ulm, und Silvia Trummer aus Baden in der Schweiz, haben vor fast dreißig Jahren ihre erste gemeinsame Ausstellung von Texten und Bildern unter dem Titel "Den Faden aufnehmen" gestaltet.Und der Faden ist nie abgerissen. Die Künstlerin Christel Müller hat ihren Ausdruck in vielfältigen Formen weiterentwickelt, die Schriftstellerin Silvia Trummer hat mehrere Bücher veröffentlicht. Aber immer wieder war da Austausch und Zusammenarbeit, kreuzten sich die je eigenen Wege. Da war auch immer wieder die Auseinandersetzung mit textilem Material, mit Tuch, Stoff und Gewebe, das unter seiner Oberfläche verschiedenste Bezüge zum menschlichen Leben darstellt. Christel Müller arbeitet aktuell wieder vermehrt mit Textilien. Silvia Trummer hat die Symbolik des Themas wiederholt in ihren Gedichten gestaltet. Wer Ausstellung und Lesung besucht, ist herzlich eingeladen, eigene Bezüge zwischen Bildern, Objekten und Texten zu finden."

Der Eintritt ist frei, es gibt wie immer Brot und Wein

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Dienstag, 8.5.2018 / 20.00 Uhr / Eintritt 10,- / Zehntscheuer (In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Ravensburg ,dem Kulturamt Ravensburg und der Zehntscheuer)/ Veranstaltung beendet
Literarisches Russland
"Mit dem Strohhalm trinkst du meine Seele"
Ralph Dutli über die Lyrik der Moderne


Einen Namen hat sich Ralph Dutli als Herausgeber der Gesammelten Werke Ossip Mandelstams gemacht, als Übersetzer und einfühlsamer Interpret der Texte dieses russischen Jahrhundertautors. Unvergessen auch seine Auftritte, in denen er, frei rezitierend, das russische Original und seine eigene Übertragung vortrug. Unter dem Titel "Mit dem Strohhalm trinkst du meine Seele" stellt Dutli bedeutende Texte der Russischen Lyrik vor, die er im Laufe der Jahre übertragen hat. Neben Ossip Mandelstam, Marina Zwetajewa und Joseph Brodsky sind dies auch Gedichte von Anna Achmatowa, Sergej Jessenin und Welimir Chlebnikow. Informationen zu den Autoren ergänzen und vertiefen das Programm.
Ralph Dutli, geb. 1954, studierte in Zürich und Paris Romanistik und Russistik. Er lebt heute als freier Autor, Lyriker und Übersetzer in Heidelberg.

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Dienstag, 5.6.2018 /19.30 Uhr / Kornhaus Ravensburg (In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Ravensburg und dem Kulturamt Ravensburg)/Veranstaltung beendet
Literarisches Russland
"So gut wie unübersetzbar"
Gabriele Leupold über "Die Baugrube"


"Am dreißigsten Jahrestag seines persönlichen Lebens", mit dieser sperrigen Formulierung fängt der Roman an und macht deutlich, dass die Sprache der Herschenden nicht zu den Bedürfnissen seines Protagonisten passt. Andrej Platonow (1899-1951), der von Haus aus Ingenieur war, suchte sich als freier Schriftsteller zu etablieren; aber die immanente Systemkritik seiner Romane wurde von der Zensur durchschaut, zu seinen Lebzeiten konnte fast nichts gedruckt werden. Obwohl Joseph Brodsky Die Baugrube für "so gut wie unübersetzbar" hielt, ist Gabriele Leupold eine Übersetzung gelungen, die diesem "verstörenden Roman verblüffend gerecht" (FAZ) wird.
Gabriele Leupold, geb. 1954, studierte Slawistik und Germanistik; lebt und arbeitet als freie Übersetzerin in Berlin. Für ihre Übersetzungen ist sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Paul-Celan-Preis.

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Dienstag, 12.6. / 19.30 Uhr / 8.- / Ballsaal in der Buchhandlung Anna Rahm mit Büchern unterwegs/ Veranstaltung beendet
Autorenlesung und Gespräch
Angelika Overath: Der Blinde und der Elephant

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen! Reisen ins Ungewisse, die Exotik des Alltags, das Versinken in Details der Wirklichkeit: Angelika Overath lädt uns mit der Lesung aus ihren Reportagen, Portraits und Prosastücken ein, die Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Für den persischen Dichter Mevlana gleicht der Fromme, der Gott erkennen möchte, einem Blinden, der einen Elefanten abtastet - je nachdem, wohin er greift, spürt er etwas anderes. So wird die Wahrnehmung der Wirklichkeit auch durch die Worte Angelika Overaths zu einer Schule des Begreifens.

»Sie besitzt die geheimnisvolle Fähigkeit, die Zeit anzuhalten. Wenn die Schriftstellerin Angelika Overath ihre literarischen Beobachtungen vorträgt, vergeht die allgegenwärtige Rastlosigkeit.« Schwäbisches Tagblatt (16.11.2017)


Wir freuen uns auf eine kleine Auszeit mit Ihnen in unserem Ballsaal!





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